Weidmannsheil im Entlebuch – unterwegs mit Jägern
Es ist Wildsaison. Die Jäger beliefern diverse Restaurants in der Region mit Wildbret. Wir haben eine Jägergruppe auf einer Treibjagd begleitet.
Im Entlebucher Alpgebiet Finishütten oberhalb von Schüpfheim kündet sich ein sonniger und milder Oktobertag an. Hinter der Pilatus-Bergkette kriechen allmählich die ersten Sonnenstrahlen hervor, während Markus Stalder seine kombinierte Waffe bereit macht. Es ist 9.30 Uhr. In den linken und rechten Lauf lädt er je eine Schrotpatrone, im oberen Lauf setzt er eine Kugel ein. Der prüfende Blick durch das Visier folgt hinterher – alles Routine.
Markus Stalder, Obmann der Jagdgesellschaft Schüpfheim-Schattseite, begleitete schon als Zweitklässler seinen Vater zur Jagd. An diesem Morgen absolviert er mit seiner Jagdgesellschaft die vierte Treibjagd des Monats – sechs weitere werden in diesem Herbst noch folgen. Mit zwei langen Stössen durch das Jagdhorn signalisiert Stalder seinen Jagdkollegen, dass er bereit ist. Die Treibjagd kann beginnen. «Jetzt müssen wir still sein, ansonsten haben die anderen keine Freude», sagt Stalder schmunzelnd. Er hat sich hinter einem Baumstumpf am Waldrand im steilen Gelände positioniert und beobachtet das Geschehen wachsam
















